Stiftung Osteurpoamission Schweiz

Cornel


Der Essraum


Andrea


Küche


Der erste Schnee

Rumänien: Bericht vom Kinderheim «Casa Speranta»

Gott kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk. 2.Korinther 9:8
 «Wir können nur staunen, was wir im vergangenen Jahr alles erleben durften. Wir sind GOTT, aber auch Euch allen, die Ihr diese Arbeit zum Teil nun schon seit 15 Jahren unterstützt, sei es finanziell oder im Gebet, sehr dankbar. Im letzten September wurden nach fast einjähriger Bauzeit die neue Küche und der umgebaute Speisesaal in Betrieb genommen. Bei einem der zwei alten Häuser, das auch als Gästehaus dient, konnte das Dach neu gedeckt und die Fassade mit einer Aussenisolation versehen werden, sodass dieses Gebäude auch im Winter wieder angenehm warm geheizt werden kann. Dies alles war nur möglich dank Eurer treuen Unterstützung.

Für viel Aufwand und Bürokratie sorgte die definitive amtliche Bestätigung für den weiteren Heimaufenthalt der Kinder, da einige Mütter ihre Kinder jetzt, wo sie aus dem Gröbsten heraus sind, wieder zurückhaben wollten. Da aber die Kinder, die über 10 Jahre alt sind, Mitbestimmungsrecht haben, wurden vom Gericht in Baia Mare bereits für folgende 8 Kinder die Papiere so ausgestellt, dass sie gemässe ihrem Wunsch definitiv im Heim bleiben können: Stelian, Gabriela, Andrea, Radu, Viorel, Florin, Bianca und Madalina. Für Cornel ist das Verfahren noch hängig, da die Mutter bis zum letzten Termin am 15. November trotz Amtshilfe nicht ausfindig gemacht werden konnte. Cornel möchte jedoch auch im Kinderheim bleiben, da ihm seine Mutter, die in Italien lebt, völlig fremd ist und er auch kein Italienisch spricht, wie er dem Richter gegenüber erklärt hat. Für Vasile und Sünzian ist die Situation wieder etwas anders. Ihre Eltern sind zwar bekannt und auch einverstanden, dass die beiden im Kinderheim bleiben. Da sie jedoch selber keine gültigen Papiere (ID) haben, konnten diese bis jetzt auch nicht für die Kinder ausgestellt werden. Im Fall von Florina konnte die Mutter auch noch nicht ausfindig gemacht werden. Das Original der Geburtsurkunde ist leider nicht vorhanden, was zu weiteren Verzögerungen führt.

Nun noch einige aktuelle Informationen zu den Kindern, über die wir im letzten Rundbrief nicht einzeln berichtet haben. GABRIELA besucht die 8. Klasse in der Deutschen Schule. Sie hat Freude an der Musik und übt in ihrer Freizeit Gitarre. ANDREA und MADALINA besuchen beide die 6. Klasse in der Deutschen Schule. Ihr Hobby ist Handball, wofür sie 2 bis3 Mal pro Woche im Kindersportklub trainieren. FLORIN besucht die 5. Klasse der Tagesschule, wo die Kinder am Mittag auch ihre Mahlzeiten einnehmen. FLORINA und BIANCA besuchen die 4. Klasse derselben Schule. CORNEL und RADU sind in der 4. Klasse der Deutschen Schule. Sie haben jedoch etwas Mühe mit dem Lernen, deshalb erhalten sie von einer pensionierten Lehrerin Nachhilfeunterricht. Auf das neue Schuljahr haben wir eine Lehrerin als Aufgabenhilfe angestellt, auch eine neue Vorschrift der EU. Wir hatten das Glück, eine kompetente Lehrkraft zu finden, die bereit war, für den in Rumänien vorgeschriebenen Mindestlohn von Lei 750.– (CHF 240.–) an 5 Tagen pro Woche im Kinderheim zu arbeiten. Am Samstag gibt sie den Kindern zusätzlich gratis Englischunterricht, wofür wir ihr sehr dankbar sind.

Die allgemeine finanzielle Entwicklung in Rumänien ist weniger erfreulich. Im Frühjahr wurde die Mehrwertsteuer von 19 auf 24 Prozent erhöht, die Lebensmittel wurden zwischen 17 und 30 Prozent teurer. Im Herbst gab es nochmals eine Teuerung von bis zu 40 Prozent, wodurch wir natürlich umso mehr auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Wir vertrauen auch hier auf unseren Gott, der bis hierher immer geholfen und Menschenherzen bewegt hat, sodass die nötigen Mittel zusammengekommen sind. Dieses Vertrauen schöpfen wir auch aus dem Bibelvers, den wir an den Anfang dieses Berichts gestellt haben. Nun möchten wir uns nochmals herzlich bedanken und wünschen Euch GOTTES reichen Segen im neuen Jahr.»

Walter & Heidi Burgener

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